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Gynäkologische Onkologie

Man muss viel wissen, um wenig zu tun!

Die gynäkologische Onkologie befasst sich unter anderem mit der Behandlung von bösartigen Erkrankungen von Eierstöcken, Gebärmutter und Gebärmutterhals.
Im FROG führen wir in der Regel keine onkologischen Operationen durch. Hierfür werden unsere Patientinnen durch Prof. Dr. Volz am evangelischen Krankenhaus in Lippstadt betreut, wo er Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde einschließlich Brustzentrum ist. Hierdurch kommen unsere Patientinnen in den Genuss einer umfassenden Behandlung ihrer schwerwiegenden Erkrankung.

 

Empfohlene Untersuchungen

Vulvakarzinom

  • Tumorspezifische Anamnese (Juckreiz, Blutungen, Schmerzen, Probleme bei der Miktion oder Defäkation, Gewichtsverlust)
  • Rectovaginale Untersuchung
  • Vulvoskopie mit Essigsäureprobe, Biopsie aller abnorm erscheinenden Areale
  • Palpation der Leistenareale
  • Kolposkopie von Scheide und Portio nach Essigsäure- und Jodprobe, zytologischer Zervixabstrich
  • Tumormarker SCC (nur falls bei der Primärdiagnose erhöht)

Vaginalkarzinom

  • Tumorspezifische Anamnese (Blutungen, Schmerzen, Probleme bei der Miktion oder Defäkation, Gewichtsverlust)
  • Rectovaginale Untersuchung
  • Kolposkopie von Scheide und Portio nach Essigsäure- und Jodprobe, Biopsie aller abnorm erscheinenden Areale
  • Palpation der Leistenareale
  • zytologischer Abstrich, bei Z. n. Bestrahlung Entnahme mit Bürstchen aus dem Zervikalkanal
  • Labor (Blutbild)
  • Tumormarker: - SCC bei Plattenepithel-CA (nur falls bei der Primärdiagnose erhöht)- CEA und/oder CA125 bei Adeno-CA (nur falls bei der Primärdiagnose erhöht)

Zervixkarzinom

  • Tumorspezifische Anamnese (Blutungen, Schmerzen, Probleme bei der Miktion oder Defäkation, Gewichtsverlust)
  • Rectovaginale Untersuchung
  • Sonografie der Nieren zum Ausschluss einer Harnstauung
  • Kolposkopie der Scheide und bei Z. n. primärer Bestrahlung der Portio mit Essigsäure-und Jodprobe, Biopsie aller abnorm erscheinenden Areale
  • Palpation der Leistenareale und der supraclaviculären Lymphknoten links
  • bei Z. n. primärer Bestrahlung zytologischer Abstrich aus dem Zervikalkanal mit Bürstchen und Sonografiekontrolle des inneren Genitale
  • Tumormarker: - SCC bei Plattenepithel - CA (nur falls bei der Primärdiagnose erhöht) - CEA und/oder CA125, bei Adeno - CA (nur falls bei der Primärdiagnose erhöht)

Endometriumkarzinom

  • Tumorspezifische Anamnese (Blutungen, Schmerzen, Probleme bei der Miktion oder Defäkation, Gewichtsverlust)
  • Rectovaginale Untersuchung
  • Kolposkopie der Scheide und bei Z. n. primärer Bestrahlung der Portio mit Essigsäure-und Jodprobe, Biopsie aller abnorm erscheinenden Areale, Suche nach Scheiden-Metastasen
  • bei Z. n. primärer Bestrahlung zytologischer Abstrich aus dem Zervikalkanal mit Bürstchen und Sonografiekontrolle des inneren Genitale
  • Test auf okkultes Blut im Stuhl jährlich (gastrointestinales Zweitkarzinom)
  • Mammografie und Mammasonografie jährlich (Mamma-Zweitkarzinom)

Ovarialkarzinom

  • Tumorspezifische Anamnese (Schmerzen, Völlegefühl, Inappetenz oder Zunahme des Bauchumfangs, Gewichtsverlust)
  • rectovaginale Untersuchung, Kolposkopie der Scheide mit Essigsäure- und Jodprobe
  • Sonografie (Aszites, Nierenstau, solid-zystische Tumoren im Becken)
  • Tumormarker CA 125 (nur falls bei der Primärdiagnose erhöht)
  • Test auf okkultes Blut im Stuhl jährlich (gastrointestinales Zweitkarzinom)
  • Mammografie und Mammasonografie jährlich (Mamma-Zweitkarzinom)

Mammakarzinom

  • Tumorspezifische Anamnese (tastbare Knoten, Gewichtsverlust, Knochenschmerzen, Schmerzen abdominal)
  • Klinische Untersuchung, Sonografie lokal
  • Mammografie halbjährlich in den ersten 3 Jahren bei Brusterhaltung und jährlich bei Mastektomie
  • MRT der Mammae jährlich bei Z. n. Implantateinlage
  • Tumormarker CA 15-3 vaginale Sonografie halbjährlich bei Tamoxifentherapie
  • gynäkologische Vorsorgeuntersuchung einschließlich Kolposkopie und Zytologie jährlich

Empfehlungen zur Nachsorge gynäkologischer Tumoren

Die Philosophie

Das Ziel einer Tumornachsorge ist das Wohl der betroffenen Patientin. Dies mag zwar trivial klingen, beinhaltet aber den Wunsch, den Patientinnen nach einer Tumorerkrankung wieder Lebensfreude und Sicherheit zu vermitteln. Jede Nachsorge muss daher individuell geplant werden und den Wünschen der Patientin, den Erfordernissen des Tumors und den therapeutischen Möglichkeiten angepasst werden.

Allgemeines

Für die Nachsorge gynäkologischer Malignome gelten folgende Empfehlungen zum zeitlichen Abstand der Konsultationen:

Zeitraum nach Behandlung / Häufigkeit

1. Jahr: vierteljährlich
2. Jahr: vierteljährlich
3. Jahr: vierteljährlich
4. Jahr: halbjährlich
5. Jahr: halbjährlich

Eine Ausnahme bildet das Mammakarzinom mit einer Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren, wobei ab dem 6. Jahr eine jährliche Nachuntersuchung erfolgt. Die Untersuchungsabstände sollten risikoadaptiert variiert werden. Grundsätzlich erbringen Tumormarkerbestimmungen und routinemäßige apparative Untersuchungen keinen prognostischen Vorteil. Sie sind nur symptomorientiert einzusetzen.